
Im Jahr 2003 ist unser ältester Sohn geboren und mit den Jahren wurde unsere Familie größer, lauter, schöner.
Ich habe da Teppichfransenbürsten aufgegeben, mich an Wäscheberge, herumliegende Spielsachen und zu wenig Schlaf gewöhnt. Habe mir tausende Fragen gestellt und manchmal zu viele Antworten bekommen. Und nach unzähligen Geschwisterstreitereien habe ich verstanden, dass ich keine Schiedsrichterin sein muss. Ich weiß jetzt, dass man Marmeladenbrote sehr wohl falsch schmieren kann. Und Zähneputzen, Hausaufgaben und Zimmeraufräumen kreativ machen - mich und meine Kinder. Dass sich Konflikte nicht immer in Harmonie auflösen. Meine eigene Schieflage schnell die der anderen wird. Ich bin über meinen Perfektionismus, meine Muster und meine/eure Erwartungen gestolpert. Hab´mich manchmal im Kreis gedreht, bin in Einbahnstraßen abgebogen, habe mein Wertesystem neu sortiert. Habe Fehler und vieles wiedergutgemacht. Bin neugierig geblieben. Ich habe mein Bestes gegeben und manchmal hat es trotzdem nicht gereicht.
Elternsein zwischen Bemühen, Wachsen und unterschiedlichen Bedürfnissen. Erschöpfung und dem großen Glück.
Tillmann Prüfer, Journalist und Vater, stellte sich die Frage, was wir, Elterngenerationen, die für Ihre Kinder da sein, sie auf Augenhöhe begleiten und vielleicht manches besser machen wollen, über Erziehung wiessen müssen. Mit einem Aufgenzwinkern, reich an Erfahrung und gestützt von wissenschaftlichen Erkenntnissen lädt er ein herauszufinden, was wirklich Eindruck hinterlässt.
am Freitag 11. Dezember, 14:30 Uhr oder 19:30 Uhr im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast.
Tamara Testor